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Mittelstand & KI

AI Act: Eine Entscheidung muss sich erklären lassen.

Welche Rolle nachvollziehbare Quellen, Protokolle und menschliche Aufsicht spielen – und warum Kryptographie allein keine Konformität herstellt.

Die Entscheidung bleibt bei Ihnen.
Illustration · Beispielablauf

Aktualisiert am 21. September 2026. Dieser Beitrag wurde ursprünglich im April veröffentlicht. Die damalige Fristaussage und die pauschale Gleichsetzung von gesetzlicher Nachweispflicht mit kryptographischer Verankerung wurden korrigiert.

Eine KI schlägt einen anderen Liefertermin vor. Für Ihren Betrieb zählen jetzt drei Fragen: Auf welchen Angaben beruht der Vorschlag? Wer darf entscheiden? Und was passiert nach der Freigabe?

Erst den Einsatz einordnen

Die Pflichten des AI Act hängen unter anderem von Einsatz, Risikoklasse und Rolle des Unternehmens ab. Der aktuelle EU-Zeitplan nennt für Hochrisiko-Systeme nach Anhang III den 2. Dezember 2027 und für entsprechende Systeme in regulierten Produkten nach Anhang I den 2. August 2028. Andere Pflichten gelten bereits. Eine pauschale Hochrisiko-Frist für alle KI-Anwendungen wäre falsch. Offizieller EU-Zeitplan.

Nachvollziehbarkeit braucht einen Zusammenhang

Artikel 12 verlangt für Hochrisiko-Systeme die technische Möglichkeit, Ereignisse automatisch aufzuzeichnen. Er benennt keine allgemeine Pflicht zu Blockchain, Hash-Ketten oder einem externen kryptographischen Notar. Solche Verfahren können Teil einer technischen Lösung sein; ihre Eignung muss zum konkreten Einsatz passen. Artikel 12 im AI Act Service Desk.

Im Betriebsalltag hilft eine prüfbare Akte: verwendete Quelle und ihr Stand, vorbereiteter Vorschlag, zuständige Person, Freigabe und anschließend bestätigtes Ergebnis. Ein technischer Nachweis ersetzt weder fehlende Angaben noch eine erforderliche rechtliche Bewertung.

Was HEINI dazu beiträgt

HEINI führt betriebliche Quellen, Vorschläge und Freigaben am Vorgang zusammen. Im Gespräch prüfen wir, welche Datenwege, Rollen und Nachweise Ihr Einsatz benötigt. Der vereinbarte Produktumfang ist entscheidend; ein Blogbeitrag ist kein Nachweis, dass jede Funktion bei jedem Kunden aktiviert ist.

Beginnen Sie mit einer wirklichen Entscheidung

Nehmen Sie einen Vorgang, der heute zwischen Mail, ERP und Freigabe hängt. Klären Sie, wer die Quelle verantwortet, wer entscheiden darf und wie die tatsächliche Ausführung bestätigt wird. Daraus entsteht ein prüfbarer Arbeitsweg.

HEINIs Arbeitsprinzip und Sicherheitsangaben ansehen oder den eigenen Vorgang gemeinsam prüfen.